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Temporary Museum of Modern Marx

17.6.2008 - 31.8.2008

 

Das Temporary Museum of Modern Marx ist ein Projekt von Studierenden der Kunstuniversität Linz und der Angewandten Kunst Schneeberg in Zusammenarbeit mit Mathias Lindner von der Neuen Sächsischen Galerie. Mitwirkende Studierende: Anna Hemme, Michael Hensel, Stefan Hofer, Friederike Hofmann, Helene Schoißengeyr, Anna Weinberg, Andreas Will

Das Objekt ist schon an Ort und Stelle. Nun kommt es ins Museum, indem ihm ein weißer Kubus von 17 x 12 x 30 Metern übergestülpt wird. Was wird aus dem berühmten Chemnitzer Kopf des Philosophen Marx, wenn er seines Entstehungskontextes beraubt wird, wenn der Betrachter hinter dem Indienstgenommenen den Philosophen wiederentdecken kann? Diese geistige Herausforderung an die Plastik und das Publikum zu erproben, unternimmt das Projekt.
Innerhalb des begehbaren Kubus wird dem Besucher auf steigenden Wegen zunächst eine Wandlung der bisherigen Annäherung an den Marxkopf auf Augenhöhe ermöglicht. Den oberen Abschluß des Weges bildet eine Plattform über dem Kopf mit Aussicht auf die nun wieder sichtbare Stadt.
Eine zweite Wirkungsebene des Projektes ist seine architektonische Form im Stadtraum. Der massive Eingriff an einem Schwachpunkt der städtebaulichen Entwicklung in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums von Chemnitz will einen Impuls für den Sächsischen Architektursommer 2008 geben.

Am 21. April begann der Bau der später verdeckten Gerüstkonstruktion, die wegen der Schrägstellung des Kubus für die ausführenden Handwerker eine nie gehabte Herausforderung darstellt.

Am 5. Mai, dem 190. Geburtstag von Marx gab es ein großes „Marx lesen“ der Kabarettbühne Fata Morgana am bereits sichtbaren, aber noch nicht verhüllenden Gerüstbaukörper. Bis Anfang Juni wird dann der weiße Kubus entstehen. Treppen und Stege in seinem Inneren sorgen für die Begehbarkeit. Auf einer Plattform in Augenhöhe der Skulptur, ist Raum für die Beschäftigung mit Marx. Akustisch und in Buchform wird das „Kapital“ zugänglich sein.

An einem Sonnabend Abend Ende Juni gibt’s Marxmusik und halten Karl Joachim Beuchel, der ehemalige Chemnitzer Stadtarchitekt, zur Baugeschichte des Denkmals und Dr. Eske Bockelmann, Dozent am philosophischen Institut der TU Chemnitz, zu den Kernaussagen des Kapitals unterhaltsame Vorträge.

In der letzten Nacht der Aktion zeigen wir einen Videoloop von Gyula Pauer auf der Vorderseite des Kubus. Er ist die neue und aktuelle filmische Aufarbeitung einer von ihm bereits 1971 zur Errichtung des Monumentes entstandenen Klappkarte des Marxkopfes mit Leninkontur.

Öffnung des Museums: 17.6. - 31.8.08 täglich 11-20 Uhr

Das Projekt wird realisiert aus der finanziellen Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Chemnitz, durch Sponsoren und den Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V. sowie die zahlreichen und großzügigen Sponsoren von technischen Geräten, Arbeitszeit und Baumaterialien.

Wir möchten folgenden Sponsoren und Förderern herzlich danken:
Mehler Texnologies, Hückelhoven/Fulda
Kulturamt Chemnitz
Alfix Systemtechnik GmbH, Großschirma
Erdgas Südsachsen GmbH, Chemnitz
Eschenbach GmbH, Mühlau
Hotel Mercure, Chemnitz
Architekturbüro Georgi, Chemnitz
Hüttner Bau GmbH, Chemnitz
Spedition Pfeifer GmbH, Chemnitz
O&T Gerüstbau GmbH, Chemnitz
Reha Aktiv GmbH, Chemnitz
Baumarkt Leitermann, Chemnitz
Sparkasse Erzgebirge, Annaberg-Buchholz
Tiefbauamt Chemnitz
Ingenieurbüro Böhme, Freiberg
Ingenieurbüro Löwl, Leubsdorf
Karl-Friedrich Schmerer, Chemnitz
Dr. Eske Bockelmann, Chemnitz
Karl Joachim Beuchel, Chemnitz
Peter Büttner, Chemnitz
Wal Buchenberg
Andrea Geyer, Ronald Reichelt, Leipzig
Angewandte Kunst Schneeberg
Kunstuniversität Linz
Mannheimer Versicherung AG
MVS Zeppelin, Chemnitz-Röhrsdorf
BASEG werbung+kommunikation, Chemnitz
druckspecht offsetdruck + service gmbh, Chemnitz
Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V.