Neue Sächsische Galerie
Es liest: Karl Huck Regie: Antje KönigDie Novelle von Thomas Mann gehört zu den herausragenden Arbeiten des Nobelpreisträgers und ist ein wichtiger Bestandteil seines literarischen Werkes.
„Huck lässt die Gestalten der Geschichte auftreten, funkeln und kurz schillern bevor sie ins literarische Dunkel der Handlung zurücktreten.“ Juliane Voigt, NDR
Dauer:1 h ; Für Jugendliche und ErwachseneEintritt: 18 €, erm. 14 €
Vorbestellungen: per mail: info@nsg-chemnitz.de oder telefonisch: 0371 3676680weitere Infos: hidddenseebuehne.de
Hanne De Backer – saxSteffen Roth – drStephan Deller – b
Das frei improvisierende Trio De Backer / Deller / Roth entfaltet einen offenen Klangraum zwischen ineinander fließenden Kaskaden und Collagen. Als Kinder der Postmoderne inspiriert sie alles, was zur Verfügung steht. Dies führt unweigerlich dazu, an das Wesentliche heranzutreten: Klang. Baritonsaxophon, Kontrabass und Schlagzeug verschränken sich fein und kraftvoll zugleich zu wandelbaren Texturen: Soli tauchen auf, werden eingebettet, umgarnt, wieder aufgelöst. Im Dialog mit Instrument, Ort, Gegenüber und Erfahrung entsteht Musik im Moment des Klanges, formen ein neues, gemeinsames Jetzt.
De Backer lebt in Brüssel unnd ist als Baritonsaxophonistin international in der improvisierten und experimentellen Musik aktiv. Deller und Roth leben in Leipzig und arbeiten in ihren gemeinsamen Ensembles wie MOTUSNEU an Improvisation und musikalischem Dialog.
Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub „FUCHS“ e.V. und B.I.G. e.V. Chemnitz.Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts. Mit freundlicher Unterstützung durch den Kfz-Meisterbetrieb Bondzio.Eintritt: 15 €, erm. 8 €
Der Künstler im Sog einer nichtwestlichen Kunsterfahrung. Während eines Brasilienaufenthaltes begegnet er dem oft erprobten Umgang der lokalen mit westlicher Dominanzkultur: Das rücksichtslose Verschlingen der europäischen Formen, um mit tropischem Wuchern, mit Wildheit, Naivität und Poesie neue Kunst entstehen zu lassen. Oswald de Andrade schrieb 1928 dazu das impulsgebende "Anthropophagische Manifest". Broḱofs Collagen sind Hybridwesen aus Mainstreammaterial (Mode, Fußball, Kunst, Lifestyle) und seiner antropophagischen Forschung. Das Ausgangsmaterial wird gnadenlos gefressen. "Ich trete nicht in Opposition zum Material noch befürworte ich es. Bin Beobachter und Täter zugleich. Kein Standpunkt nur Bewegung ... Der Prozess ist die Kulturerzeugung nicht das Endprodukt."Ausstellungszeitraum: 03.03. - 26.04.2026Gefördert vom Kulturraum Stadt Chemnitz und dem Neue Chemnitzer Kunsthütte e. V.Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.Eintritt frei
Elisabeth Harnik – pDave Rempis – saxFred Lonberg-Holm – celloTim Daisy – dr
… Harnik läßt in einer organischen Handhabungsweise geräuschdefinierte Klangqualitäten aus dem Innenleben des Klaviers mit den determinierten Tonwelten der Klaviatur zueinander und ineinander streben. Das charakterisiert sie als eine hervorstechende Klavierstilistin. Über Szenegrenzen hinweg. Trieb sich die Pianistin zu Beginn des neuen Millenniums vorrangig in der brodelnden österreichischen freien Improvisationsszenerie mit erfrischendem Eigensinn herum, ergaben sich im Laufe der Nullerjahre, …, immer intensivere Kontakte zur jüngeren Chicagoer Jazz-Avantgarde. … Aus jener Zeit rühren auch Harniks enge Kontakte zu den Musikern, die sie zu ihrem Earscratcher Projekt geladen hat. Allesamt ausgesprochene Individualstilisten. Technisch beschlagen, die Fantasie ständig auf Reisen. Und sie gehören zu den maßgeblichen Kreativköpfen der zeitgenössischen amerikanischen Improvisationsmusik. Was sie an den Chicagoer Musikern derart schätzt, ist, wie Harnik es formuliert, die unprätentiöse Selbstverständlichkeit mit der diese zwischen dem Gestus des Free Jazz und Techniken bzw. Klangästhetiken der zeitgenössischen experimentellen Musik hin und her zu switchen in der Lage sind. Dieser Prämisse folgend nehmen im Schaffen der Musiker Komposition und Improvisation einen äquivalenten Status ein. Was dem musikalischen Naturell von Elisabeth Harnik sehr entgegen kommt. Auch wird nicht Tonalität gegen Atonalität, in time gegen out of time-Spielen, Klarheit gegen Abstraktion aufgewogen. Sämtliches hat seine Zulassung. Das Brennglas ist bei Earscratcher jedoch auf das Momenterfinden, das ad hoc-Reagieren, die Sensibilität des Hörens gerichtet. Synergie wird im Überfluss vorhanden sein. Elisabeth Harnik bringt das Ansinnen des Quartetts so auf den Punkt, wofür auch der Bandname steht: klangforschen, experimentieren, zuhören…, aber auch irritieren, reizen, herausfordern.
Werte Hörerschaft, diese Klangwelten dürften sie ordentlich kratzen. (nach Hannes Schweiger)
Sergio Armaroli – vibVeli Kujala – accHarri Sjöström – saxGiancarlo Schiaffini tb
Haben Sie schon einmal Quarter-Tone-Akkordeon, Vibraphon, Posaune und Saxophon zusammen improvisieren hören? Das Quartett Armaroli/Kujala/Schiaffini/Sjöström vereint vier Improvisatoren der Extraklasse deren brillantes Zusammenspiel, Aufrufen faszinierender innerer Stimmen und Deklination vielfältiger Klangnuancen zu einer zeitgenössischen improvisierten Musik von klassischer Größe führt. Die vier Musiker nähern sich dem Kern der dialogischen Perspektive, indem sie den Klang als eine sich wandelnde Materie betrachten und uns auf eine faszinierende, hochkomplexe kammermusikalische Reise durch Texturen, Melodien und innovativen Positionen mitnehmen. Woher kommt solche Musik? Die reiche Musiktradition Italiens und Finnlands scheint auf, zahlreiche diffizile Spiegelungen werden verwoben, Orchestrales und Individuelles verschwimmt, die Jazztradition wird umarmt, – all dies nie unisono sondern sich stets separat ins Verhältnis setzend. Das ist wirklich große Kunst, die uns eine eigene Welt schenkt.
Das finnisch-italienische Ensemble erhielt für seine beiden ersten Alben „Windows & Mirrors |Milano Dialogues“ 2022, sowie „More Windows & Small Mirrors | Milano Dialogues“ 2023 die TOP 3 Bewertung der Zeitschrift Jazz-Podium.
Urs Leimgruber – sopran saxJacques Demierre – pThomas Lehn – analogue synth
Das Trio LDL ist aus dem um Thomas Lehn zum Quartett LDP+L erweiterten Trio LDP hervorgegangen. Elemente, die bereits stil- und formbildend im Quartett mit Barre Philips wirksam gewesen sind, setzen sich in der Dreieckskonstellation des LDL-Trios fort und entfalten sich in der Gegenüberstellung der beiden Tasteninstrumente – dem akustischen Klavier und dem analogen Synthesizer, die Klangsignale technisch wechselseitig miteinander verkoppelt sind – und der Verankerung von Urs Leimgruber’s Sopransaxophon Zentrum des Klangbildes. Historisch betrachtet hat die Entstehung der Dreierformation noch andere, weiter zurückliegende Wurzeln: zum einen arbeiteten die heutigen Triopartner im Sextet SIX – später 6ix – zusammen, zum anderen sind die Konzertreisen der Duos von Urs Leimgruber mit jedem der Tastenpartner prägende Schlüsselerlebnisse. In ihrer neuen Trioarbeit destillieren Leimgruber, Demierre und Lehn all diese in diversen Kooperationen gesammelten Erfahrungen welche wie ein Hintergrundrauschen in ihre Gegenwartsmusik hinein strahlt. Das Resultat ist eine hochentwickelte Kultur musikalischer Improvisation, deren Basis das feine, höchst sensible Aushören des Klangraumes bildet. Und der Klangraum umfasst hier sowohl das musikalische Geschehen der individuellen und kollektiven Gestaltprozesse, als auch den Raum selbst, in welchem der kreative Akt stattfindet, einschlieslich seiner akustischen Beschaffenheit und der raumtransformierenden Publikumpräsenz.