Blütezeit ist Stipendiumszeit
Arbeitsraum in der Landschaft

Sachsen am Meer

Aufenthaltsstipendium des Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V.

Das Stipendium soll bildenden Künstlerinnen und Künstlern Gelegenheit geben, eine bereits begonnene Arbeit oder eine Arbeit im Ideenstadium entscheidend voranzutreiben.
Es werden bis zu zwei Stipendien für Arbeitsaufenthalte vergeben. Der Stipendiumszeitraum beträgt einen Monat und kann bei Bedarf auf eigene Kosten um weitere zwei Wochen verlängert werden.
Am Aufenthalts- und Arbeitsort Bessin auf der Insel Rügen stehen großzügige einfache Arbeitsbedingungen in der Abgeschiedenheit eines kleinen Dorfes bereit. Kultur und Landschaft der Insel und der Stadt Stralsund sind von dort aus leicht erschließbar.

Art und Umfang der Förderung: Das Stipendium ist mit 1.500 Euro dotiert. Es schließt Anreise und Selbstversorgung mit ein. Zur Förderung gehört eine spätere Ausstellung oder Präsentation des beantragten Projektes in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz.

Voraussetzungen und Bedingungen: Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler ohne Alterseinschränkung, die im sächsischen Kulturraum wirken und berufliche Erfolge nachweisen können. Studierende können sich nicht bewerben.

Lechlasche Villa, Annaberger Straße 25 erstes Domizil der Chemnitzer Kunsthütte, Foto um 1880
Mensch und Baum, 2012, Graphit auf Papier, 86 x 61 cm
Hofefeld, 2011/12, Graphit auf Papier, 21 x 30 cm
alte Weide, 2016, Kohle auf Papier, 86 x 61 cm

Das Stipendium 2021 erhält Nadja Poppe
Die Jury des ersten Sachsen am Meer - Stipendiums des Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V. hat entschieden. Aus 39 Einreichungen wählte sie die Dresdner Künstlerin Nadja Poppe zur Preisträgerin. Das Stipendium umfasst einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt im April/Mai 2021 auf der Insel Rügen, eine Gesprächsveranstaltung mit Einblick in die Arbeitsergebnisse zum Ende der Stipendienzeit in Stralsund sowie eine Präsentation und Ausstellung der Arbeitsergebnisse in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz.

Nadja Poppe wurde 1983 in Großenhain geboren. Während ihrer Ausbildung im Bereich Mediendesign an der AIK Dresden entschied sie sich für die Freie Kunst und studierte von 2004 bis 2010 Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Christian Sery, Wolfram Hänsch, Elke Hopfe und Peter Bömmels. 2009 erhielt sie ein Erasmusstipendium an der Universidad de Castilla – La Mancha in Cuenca, Spanien. Im selben Jahr begann sie sich mit chinesischer Kalligraphie zu beschäftigen und reduzierte ihre Arbeiten auf Schwarz und Weiß und alle Grauwerte dazwischen. Nach ihrem Diplom 2010 absolvierte Nadja Poppe ein Meisterschülerstudium bei Elke Hopfe und Wolfram Adalbert Scheffler mit dem Schwerpunkt Zeichnung.
Nach dem Diplom wurden Bilder von ihr von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen angekauft. Ihre Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Nach diversen Gruppen- und Einzelausstellungen in Deutschland und New York fand 2017 eine umfassende Museumsschau in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz statt. Der Katalog »Nadja Poppe – Axaamram und Nebelelm« erschien.
Nadja Poppe lebt und arbeitet in Dresden.

Nadja Poppe - Axaamram und Nebelelm