OSMAR OSTEN - Afrika ist für alle da

Retrospektive

15. März 2021 bis 05. September 2021

ohne Titel, 2017, Öl und Sprühlack auf Leinwand, 160 x 120 cm, © VG Bild-Kunst Bonn
Afrika ist nicht für alle da, 2019, Öl auf Leinwand, 35 x 56 cm, © VG Bild-Kunst Bonn
Überm Strich, 1996, Öl auf Leinwand, 44 x 49 cm, Privatsammlung, © VG Bild-Kunst Bonn
Fische sagen immer die Wahrheit, 2018, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, Privatsammlung, © VG Bild-Kunst Bonn
Geld ist meine Lieblingsfarbe, Öl auf Leinwand, © VG Bild-Kunst Bonn
Durst ist Geld!, 2019, Öl auf Leinwand, 30 x 24 cm, © VG Bild-Kunst Bonn
Revolution, 2017, Linolschnitt, 32 x 21 cm, © VG Bild-Kunst Bonn

In dieser umfangreichen und retrospektiv angelegten Ausstellung möchte die Neue Sächsische Galerie die Kontinuität der Haltung und den Wandel der Bildsprache im Werk Osmar Ostens sichtbar werden lassen. Sie zeichnet seinen biografischen Weg nach und folgt insbesondere den Spuren des Lakonischen, der Ironie und des Sprachwitzes in Zeichnung, Grafik und Gemälden.
Osmar Osten ist der große Anreger unter den Künstlern in Chemnitz, eine Verbindungsfigur zwischen den Generationen und von magischer Anziehungskraft für die kreative Szene der Stadt. Begonnen noch im Herbst der DDR zieht er seine Spuren in der Region wie in ganz Deutschland bis heute. Er steht in einer Reihe mit Kippenberger, Rehberg ...


Vita
1959 in Karl-Marx-Stadt geboren
1975 Lehre als Landschaftsgärtner
1980 - 1985 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule
für Bildende Künste Dresden
seit 1985 freischaffend
1990 Gründung der Erstenletztenchemnitzer Secession
1991 - 1995 Lehrauftrag an der Westsächsischen Hochschule
Zwickau, Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg
seit 1998 entstehen Suffetten, Vallörs und Burletöpfe
seit 2002 ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie
der Künste
2010 Lehrauftrag am Bilbao Arte Centre
2010 und 2020 Preis der Grafikbiennale 100 Sächsische Grafiken
lebt und arbeitet in Chemnitz

osmar-osten.de

Galerie Borssenanger, Chemnitz

 

Künstler und Kurator befragt


Katalog zur Ausstellung

Plakate A1 im hochaufgelösten Digitaldruck


PRESSESPIEGEL:

MDR-Kultur
Ulrike Thielmann über die neue und große Retrospektive zum Werk des Chemnitzer Künstlers in der Neuen Sächsischen
Galerie Chemnitz.

Osmar Osten ist ein Chemnitzer Künstler, dessen Pseudonym immer noch eine verwirrend-erheiternde Wirkung erzeugt, bei all‘ jenen, die es noch nicht kennen sollten, wird doch der, in mitteldeutschen Breiten, seltene Name Osmar durch die Lokalbestimmung „Osten“ konterkariert. Auf Schräges oder gar Skurrilitäten gefasst, betritt man die Neue Sächsische Galerie in Chemnitz, die seit dieser Woche wieder geöffnet ist, und wird nicht enttäuscht in der großes Omar-Osten-Retrospektive, die das Haus dem Künstler widmet, der nicht nur Sprachkünstler, Wunderblume und Witzbold ist, sondern vor allem Maler. Ulrike Thielmann war dort. Ulrike Thielmann (MDR-Kultur)


aus „Art - Das Kunstmagazin, Nr. 1/2021“


Fragen an Osmar Osten von Schüler:innen des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums Chemnitz.

Museumspädagogische Angebote

Mit dem Wiederbeginn des Schulbetriebs dürfen auch die Angebote der musealen Einrichtungen für Schülergruppen wieder starten. Wir sind sehr glücklich darüber, gut vorbereitet und die Galerie ist dank unserer großzügigen Räume auch sehr geeignet für Unterricht und praktische Arbeit mit Schülern in der Ausstellung. Ob Unterricht oder Home Office - beides kann hier bei uns starten.

Allgemeine Hinweise
Die großzügige räumliche Situation der Galerie erlaubt es uns, die Abstandsregeln auch während einer Führung und beim gemeinsamen Betrachten der Exponate einzuhalten. An großen Arbeitstischen können jeweils 2 – 4 Schüler mit Abstand zueinander gut arbeiten (max. 16 Schüler). Desinfektionsmittel steht zur Verfügung.



Home-Office in der Galerie

Wir bieten Ihnen und Ihren Schülern die Möglichkeit, mit einem individuellen Ausstellungsbesuch das Home-Office in die Galerie zu verlagern: zu den regulären Öffnungszeiten (oder auch nach Anmeldung bereits ab 9 Uhr) können die Schüler die Werke der Ausstellung eigenständig kennenlernen und an einem großen Arbeitstisch sich auch praktisch vertraut machen.



Viele verrückte Vögel
(Vorschule und Klassenstufe 1)
In unserer Ausstellung mit Bildern von Osmar Osten trefft ihr neben Hasen, Hirschen und Fischen vor allem immer wieder Vögel: große und kleine, grüne und rote, normale und verrückte - ihr werdet staunen, was sich da alles so tummelt. Bei einem gemeinsamen Ausstellungsrundgang schauen wir uns diese genau an und finden heraus, was alles zu einem Vogel dazugehört. Dann nehmen wir Pinsel und Farben, eine lange Papierbahn und malen ganz viele verrückte Vögel: vielleicht setzen wir sie auf eine große Stromleitung und lassen sie kräftig durcheinander zwitschern...



Pinselstrichfisch und Farbfleckvogel
(Klassenstufen 2 – 5)
Tiere zu malen erscheint vielen zunächst recht schwierig. Bei einem Besuch unserer Ausstellung mit Bildern von Osmar Osten begegnet ihr Fischen, Hasen und Vögeln, die auf ganz einfache Weise gemalt sind: ein breiter Pinselstrich z.B., vorn etwas schmaler und hinten etwas dicker – viel mehr braucht es gar nicht und schon ist der schönste Fisch fast fertig. In dieser Veranstaltung möchten wir die typischen Merkmale bestimmter Tiere heraussuchen, die völlig ausreichend sind, um es erkennbar darzustellen. Nach kurzem Üben könnt ihr dann ein großes Blatt mit Fischen, Hasen oder Vögeln bemalen.



Sprücheklopfen wie geschmiert
(Klassenstufen 6 – 10)
Mit flotten Sprüchen, wie z.B. „Geld ist meine Lieblingsfarbe“, provoziert Osmar Osten auf seinen Gemälden immer wieder den Betrachter. Was zunächst ganz harmlos oder witzig daherkommt, entpuppt sich meist als bitter-satirischer Kommentar auf unsere Zeit und Gesellschaft. Während eines Ausstellungsgesprächs möchten wir über die Mittel der Ironie und Zweideutigkeit sprechen und auch die Möglichkeiten von Aussagen in der Kunst befragen.
Anschließend kann jeder selbst sinnvolle, sinnreiche (oder „sinnfreie“) Sprüche aufs Papier bringen.


Gekonnt ungekonnt
(Klassenstufen 10 – 12)
Die Malerei von Osmar Osten sieht auf den ersten Blick oft aus wie Graffiti oder Schmiererei an einer alten Mauerwand. Mit flott dahingekritzelten Zeichnungen und frechen Sprüchen wirken sie mitunter ganz „wie aus dem Leben“ gegriffen. Viele werden sicher sagen: „Das soll Kunst sein?“ oder „So was kann ich auch!“. Bei einem Ausstellungsrundgang möchten wir darüber sprechen, was hinter einer derartigen, scheinbar „unkünstlerischen“ Haltung steckt. Dabei berühren wir auch die Frage, welche Erwartungen und Vorstellungen wir von Kunst allgemein haben und welche Aufgabe Kunst in unserer Zeit zukommt.
Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für jeden, sich auf großen Papierbögen malerisch auszuprobieren und sich so gleich einmal dem „Das kann ich auch!“-Test zu unterziehen...



Zeitraum: bis 18. Juni 2021 I Mo. - Fr. I Dauer: ca. 90 Min.
Materialkosten: 2,00 Euro pro Teilnehmer (Eintritt frei)
Wir bitten um Anmeldung unter info@kunsthuette.de
oder 0371 - 3676680.



weitere museumspädagogische Angebote siehe Kunstvermittlung

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, vom Büro für städtisches Kulturmanagement Chemnitz und dem
Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen
Landtags beschlossenen Haushalts.

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